Kennst du diese Angst, einen geliebten Menschen, deinen Job, deine Gesundheit oder etwas zu verlieren, das dir unglaublich wichtig ist? Hier erfährst du, was hinter Verlustangst stecken kann und wie du ihr mit einer neuen Perspektive begegnen kannst.
Verlustangst
Die Angst vor Verlust kann unglaublich stark sein. Ich kenne dies aus meiner eigenen Erfahrung. Und Verlust kann so vieles bedeuten: Wir können Angst haben, unseren Job zu verlieren, unsere Gesundheit, eine Beziehung, unseren Partner, unsere Kinder oder irgendwann unser eigenes Leben.
Manchmal ist diese Angst ganz konkret. Manchmal begleitet sie uns unterschwellig, wie eine leise Stimme im Hintergrund, die immer wieder fragt: Was, wenn ich das verliere, was mir so wichtig ist? Verlustangst kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Wir können bereits Verluste erlebt haben, die uns tief geprägt haben, oder früh erfahren haben, dass Beziehungen und Sicherheiten nicht immer beständig sind. Doch Angst hat für mich immer auch einen Gegenpol: Vertrauen.
Was, wenn das Leben nicht gegen dich ist?
Wenn wir große Angst vor Verlust haben, steckt dahinter häufig die Vorstellung, dass das Leben uns etwas wegnehmen könnte. Doch was verändert sich, wenn wir diese Perspektive einmal umdrehen?
Was, wenn wir beginnen, darauf zu vertrauen, dass das Leben nicht gegen uns arbeitet?
Vertrauen bedeutet für mich nicht, Verluste schönzureden. Manche Verluste tun unendlich weh und dürfen genau das auch tun. Vertrauen bedeutet für mich vielmehr, tief in mir zu wissen: Egal, was geschieht, ich werde meinen Weg darin und dadurch finden.
Aus meiner spirituellen Sicht gehört dazu auch der Gedanke, dass unser Leben in einem größeren Zusammenhang geschieht und selbst aus Erfahrungen, die wir niemals gewählt hätten, irgendwann etwas Neues entstehen kann.
Festhalten
Verlustangst kann dazu führen, dass wir beginnen festzuhalten: an Menschen, Beziehungen, unserem Beruf, Sicherheiten oder einer Vorstellung davon, wie unser Leben verlaufen muss.
Wir passen uns an, damit ein Mensch uns nicht verlässt. Wir sagen nicht mehr, was wir wirklich denken, verstecken Teile unserer Persönlichkeit oder bleiben in Situationen, die uns längst nicht mehr entsprechen. Und dann dürfen wir uns eine wichtige Frage stellen:
Habe ich solche Angst davor, etwas im Außen zu verlieren, dass ich dabei beginne, mich selbst zu verlieren?
Wirkliche Sicherheit liegt möglicherweise nicht darin, dafür zu sorgen, dass niemals etwas geht. Sondern darin, zu wissen, dass wir uns selbst nicht verlassen müssen, falls etwas anderes geht.
Von der Angst ins Vertrauen
Für mich bedeutet der Weg aus der Verlustangst nicht, nie wieder Angst zu haben. Es geht darum, ihr etwas entgegenzustellen: Vertrauen in mich. Vertrauen in meinen Weg. Vertrauen in das Leben.
Dieses tiefe Urvertrauen, dass ich getragen bin, auch wenn ich gerade nicht sehen kann, wohin mein Weg führt. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass gerade durch meine Verlustängste und die bewusste Entscheidung, ihnen immer wieder Vertrauen entgegenzusetzen, mein Vertrauen wachsen durfte.
Ich kann mich immer wieder neu entscheiden, welchem von beiden ich mehr Raum geben möchte: der Angst oder dem Vertrauen.
Brauchst du Unterstützung im Umgang mit deiner Verlustangst oder nach einem Verlust? Gerne begleite ich dich ein Stück auf deinem Weg zurück ins Vertrauen. 🤍
